FAQ

Hier findest du die meistgestellten Fragen zur Ausbildung und zum Beruf des Steuerfachangestellten

Die Ausbildung wird in der Praxis eines Steuerberaters, einer Steuerberaterin oder einer Steuerberatungsgesellschaft absolviert. Gemäß der Verordnung über die fachliche Eignung für die Berufsausbildung der Fachangestellten im Bereich Steuerberatung besitzen neben Steuerberatern auch Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und Steuerbevollmächtigte die für die fachliche Eignung erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, um Steuerfachangestellte in ihren Praxen ausbilden zu können.

Unter dem Menüpunkt „Ausbildungsplätze“ gelangst du zu den Ausbildungsplatzangeboten, jeweils sortiert nach Bundesländern bzw. den Gebieten der Steuerberaterkammern. Teilweise enthalten die Börsen auch Praktikumsplatzangebote. Die Ausbildungsplatzbörse wird regelmäßig aktualisiert. Außerdem empfehlen sich Initiativbewerbungen bei Steuerberatern. Adressen von Steuerberatern in deiner Nähe findest du zum Beispiel in Branchenbüchern wie den „Gelben Seiten“. Außerdem kannst du bei der örtlichen Agentur für Arbeit nach Ausbildungsplatzangeboten fragen.

Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Hierbei wird eine Vollzeitbeschäftigung zugrunde gelegt. Ob in begründeten Ausnahmefällen eine Teilzeitausbildung in Betracht kommt, prüft die jeweilige Steuerberaterkammer im Einzelfall.

Eine Verkürzung der Ausbildungszeit setzt zunächst einen gemeinsamen Antrag des Auszubildenden und des Ausbildenden voraus. Es gibt Steuerberater, die unabhängig von der Vorbildung ihrer Auszubildenden keine Verkürzung möchten. Dann muss nämlich ein Teil des Lehrstoffs im Selbststudium erarbeitet werden, was erheblich schwieriger ist als eine reguläre Ausbildung in drei Jahren. Außerdem wird die Ausbildungszeit auch nur dann verkürzt, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird. Dafür ist eine Prognoseentscheidung durch die Steuerberaterkammer nach Rücksprache mit dem Ausbilder erforderlich.

Da die Ausbildung zur/zum Steuerfachangestellten bundesweit einheitlich erfolgt, ist eine Anrechnung der bisherigen Ausbildung auf ein neu abzuschließendes Ausbildungsverhältnis grundsätzlich möglich - allerdings wird jeder Fall von der Kammer einzeln geprüft. Gesetzliche Grundlagen der Berufsausbildung bilden neben dem Berufsbildungsgesetz die ebenfalls bundesweit geltende Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Steuerfachangestellten sowie der Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Steuerfachangestellter/Steuerfachangestellte. Lediglich einzelne Regelungen in den Prüfungsordnungen der Steuerberaterkammern, die aber nicht die Prüfungsgebiete betreffen, weichen teilweise voneinander ab. Weitere Informationen zu den rechtlichen Grundlagen findest du unter dem Menüpunkt „Lexikon“.

Unter dem Menüpunkt „Dein Berufsweg“ erfährst du alles über die Weiterbildung zum/zur Steuerfachwirt/in oder sogar Steuerberater/in. Für weitere Fragen stehen dir auch die Steuerberaterkammern zur Verfügung.

Hier gibt es keine verbindlichen Vorgaben. Das Berufsausbildungsgesetz schreibt jedoch vor, dass dem/r Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu zahlen ist. Die Steuerberaterkammern haben zur Höhe der Vergütung Empfehlungen ausgesprochen. Zur Höhe der aktuell empfohlenen Ausbildungsvergütung in deiner Region wende Dich bitte an die örtlich zuständige Steuerberaterkammer.

Die Höhe des Gehaltes hängt von einer Vielzahl von Kriterien ab. Maßgeblich sind die Ortsüblichkeit, die Berufserfahrung, die Abschlussnote und Spezialkenntnisse. Ein wenig Verhandlungsgeschick kann natürlich hilfreich sein. In (Groß-)Städten ist der Verdienst meist etwas höher als im Umland. Unter Umständen kann die örtliche Steuerberaterkammer oder der regionale Steuerberaterverband mit einem Richtwert bzw. einer Auskunft zur regionalen Spanne weiterhelfen.

Der Wettbewerb auf dem Markt für Steuerberatungsleistungen nimmt zu. Allerdings lassen ein komplexes Steuersystem und die hohen Anforderungen des Wettbewerbs auch den Beratungsbedarf der Unternehmen wachsen. Die Kompetenz des Steuerberaters wird daher auch in Zukunft unverzichtbar sein. Für qualifizierte Mitarbeiter ergeben sich daraus auch langfristig sichere Perspektiven.

Bei der Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten handelt es sich um eine Berufsausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und ist für Auszubildende kostenfrei. Es können Kosten für Lehrmittel oder Fahrtkosten entstehen, die allerdings zum Teil von den Ausbildenden erstattet werden.

In einigen Bundesländern besteht diese Möglichkeit, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein (sog. Triales Modell). Bei Interesse wende dich unmittelbar an die dortigen Steuerberaterkammern.

Sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch in Berlin haben Jugendliche die Möglichkeit, parallel zur Steuerfachangestelltenausbildung das Abitur zu erwerben. Informationen über die Voraussetzungen, die Durchführung usw. findest du auf den Internetseiten der Steuerberaterkammern, die auch für persönliche Auskünfte zur Verfügung stehen.

Eine Vorschrift, die eine Mindestnote für die Ausbildung vorsieht, gibt es nicht. Allerdings sind gute Schulnoten, zumal in den Hauptfächern, auf jeden Fall ein Pluspunkt bei der Bewerbung. Am Ende wird der Ausbilder anhand einer Reihe von Kriterien entscheiden, zu denen neben den Schulnoten zum Beispiel auch die schriftlichen Bewerbungsunterlagen, Praktika und der persönliche Eindruck im Bewerbungsgespräch zählen.